18.02.2020 makeRTreff Reutlingen

Titel: makeRTreff Reutlingen e. V. - Gemeinsam.Dinge.Schaffen.
Referenten: Axel Weber, Matthias Nickola (Vorstandsmitglieder des makeRTreff Reutlingen e. V. )


"Zusammen bastelt man weniger alleine" (1) - Spiegel-Netzwelt beschreibt mit diesem Satz bereits 2013 die Idee, die dem im Mai 2019 gegründeten makeRTreff Reutlingen e. V. zu Grunde liegt. Gemeinsam mit der GER der Stadt Reutlingen wird der Verein an Aufbau und Betrieb des InnoPORT - dem ersten Makerspace in Reutlingen - arbeiten. Makerspace, FabLab oder auch offene Werkstatt: solche Einrichtungen sind Teil einer Bewegung, die seit dem Start des ersten FabLabs 2002 am Massachusetts Institute of Technology weltweit eine stetig wachsender Anhängerschaft findet.

Die beiden Referenten wollen einen Ausblick auf die Möglichkeiten geben, die der kommende Reutlinger Makerspace den Kreativen und Innovativen der Region bieten wird. 

 

(1) Spiegel Netzwelt 2013

Was ist eigentlich ein Fablab?

Zusammen bastelt man weniger allein: Fablabs sind kleine Hightech-Werkstätten, betrieben meist von Privatpersonen und Vereinen. Hier können Bastler und Tüftler Dinge produzieren, für die man sonst womöglich eine Fabrik bräuchte - und ihr Wissen teilen.
In einem sogenannten Fablab soll man "fast alles" herstellen können - und lernen, wie man fast alles herstellt. Fablab ist eine Abkürzung für "fabrication laboratory", also ein Fabrikationslabor. An einem solchen Ort treffen technikaffine Hobbybastler auf Maschinenbauer, Künstler auf Programmierer, Laien auf Profis.

Wie auch in einem Hackerspace - der Übergang ist oft fließend - handelt es sich um einen gemeinsamen Raum, den sich Interessierte geschaffen haben, um dort zu werkeln und Dinge herzustellen. In einem klassischen Fablab steht zum Beispiel ein 3-D-Drucker und ein Lasercutter, eine Fräse und jede Menge Werkzeug. Wer etwas erfunden hat, kann in einem Fablab zum Beispiel Prototypen herstellen, wer ein Ersatzteil braucht, kann es sich vielleicht einfach ausdrucken.

Dabei treffen Fablab-Besucher auf Gleichgesinnte, mit denen sie sich austauschen und die sie um Hilfe bitten können. Denn im Mittelpunkt steht immer das Experimentieren und Lernen: In einer solchen Werkstatt soll technisches Wissen weitergegeben und auch Laien ermöglicht werden, Dinge selbst herzustellen, für die man Profigeräte benötigt. In den demokratisch organisierten Werkstätten wird alles mögliche hergestellt - von Papierbasteleien und kleinen Kunstwerken über Musikinstrumente bis hin zu kompletten Maschinen.